Seit 2008 erhebt die Schweiz eine CO2-Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas. Damit verteuert sie die fossilen Brennstoffe und setzt so Anreize zum sparsamen Verbrauch und zum vermehrten Einsatz CO2-neutraler oder CO2-armer Energieträger. Jährlich werden rund zwei Drittel der Abgabeerträge verbrauchsunabhängig an Bevölkerung und Wirtschaft zurückverteilt. Ein Drittel fliesst in das Gebäudeprogramm zur Förderung CO2-wirksamer Massnahmen wie z.B. energetischer Sanierungen oder erneuerbarer Energien. Weitere CHF 25 Mio. kommen dem Technologiefonds zu.


Auf Treibstoffen wird keine CO2-Abgabe erhoben. Stattdessen versucht die Schweiz, die Emissionen über verschärfte CO2-Vorschriften für Personenwagen zu senken. Zudem sind weitere stark emissionsverursachende Branchen verpflichtet, CO2-Kompensationsprojekte zu realisieren.

 

Ebenfalls 2008 wurde das Schweizerische Treibhausgas-Emissionshandelssystem (EHS) lanciert, wobei in den ersten fünf Jahren die Teilnahme freiwillig war. 2013 trat ein überarbeitetes EHS in Kraft, bei welchem die Teilnahme für energieintensive Unternehmen obligatorisch ist. Im Gegenzug sind diese Unternehmen von der CO2-Lenkungsabgabe befreit. Für mittelgrosse Unternehmen ist die Teilnahme freiwillig. Das Schweizer Emissionshandelssystem EHS deckt aktuell rund 10% der schweizerischen Treibhausgasemissionen ab. Noch 2017 soll das EHS mit dem europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS) verbunden werden. Damit werden die Treibhausgas-Zertifikate der EU und der Schweiz gegenseitig anerkannt. Mit der Verlinkung der beiden Handelssysteme ist in der Schweiz neu auch der Luftfahrtsektor zur Teilnahme am EHS verpflichtet.

 

In der Schweiz realisiert Faktor-Plus seit Jahren Treibhausgas-Reduktionsprojekte in verschiedenen Branchen, generiert daraus Treibhausgas-Zertifikate und handelt die Zertifikate für seine Kunden.