In den letzten Jahren hat China in sieben Testmärkten (Städte und Provinzen) Treibhausgas-Emissionshandelssysteme (ETS) aufgebaut und damit wertvolle Erfahrung für die Ausgestaltung eines einzigen wirkungsvollen nationalen ETS sammeln können. Als Teil des 13. Fünfjahresplans hat China im Dezember 2017 seinen eigenen nationalen Markt für CO2-Zertifikate gestartet. Das Chinesische Emissionshandelssystem wird grösser werden als das bisher global führende Emissionshandelssystem der EU und damit den grössten einheitlichen Treibhausgas-Markt der Welt realisieren.


Das Emissionshandelssystem gilt zunächst nur für den Energieerzeugungssektor, der für 46 Prozent der CO2-Ausstöße des Landes steht. Später soll das System auch andere Sektoren (Petrochemikalien, Chemikalien, Baumaterial, Stahl, Metalle, Papierherstellung und den Flugverkehr) und somit insgesamt 6.000 Unternehmen einschließen.

 

Für Unternehmen in diesen Industriesektoren wird die Teilnahme am neuen Handelssystem zwingend sein. Bei Übererfüllung der unternehmensspezifischen Reduktionsziele können die dabei erarbeiteten Treibhausgas-Zertifikate im neuen ETS gehandelt werden. Werden die Reduktionsziele nicht erreicht, müssen Zertifikate bis zur Zielerfüllung zugekauft werden. Unternehmen aus nicht verpflichteten Wirtschaftssektoren können ebenfalls Treibhausgas-Reduktionsprojekte realisieren und die daraus generierten Treibhausgas-Zertifikate im neuen Handelssystem verkaufen.

 

Faktor-Plus ist in China präsent und prüft für seine Kunden laufend die sich aus dem neuen Handelssystem ergebenden Opportunitäten und Risiken. Faktor-Plus realisiert zusammen mit seinen Kunden Treibhausgas-Reduktionsprojekte, generiert daraus Treibhausgas-Zertifikate und handelt die Zertifikate im neuen ETS.